Baumpflanzung beim Plantahof 10. April 2015

Der Plantahof, mit dem unser Verein schon mehrmals zusammengearbeitet hat, war auch bei der neuesten Aktion unser Partner, und hat diese erst ermöglicht. Es ging darum, östlich vom Plantahof ein Stück Ackerland, das bisher intensiv landwirt¬schaftlich genutzt worden war, durch verschiedene Massnahmen für die Vögel und andere Tierarten wieder attraktiv zu machen und so das ganze, grossflächig „ausgeräumte“ Gebiet ökologisch aufzuwerten: Auf einer Länge von 220 Metern soll zu beiden Seiten eines Feldweges je eine 15 m breite extensive Blumenwiese entstehen; die betreffenden Flächen waren von Mitarbeitern des Plantahofs bereits umgepflügt worden.

Am 10. April nun trafen sich 16 Vereinsmitglieder, gewissermassen der bewährte „harte Kern“, bei perfektem Frühlingswetter, um am genannten Ort die folgenden Arbeiten auszuführen:

1) 28 Bäume (Eichen, Vogelkirschen, Nussbäume) wurden gepflanzt, mit Pfosten und Drahtgittern gesichert und gewässert (nächstes Jahr werden zusätzlich noch 11 Hecken gepflanzt).

2) Es wurden 7 Totholzhaufen (Baumstrünke und Astmaterial), die Kleinsäugern und Insekten als Unterschlupf dienen sollen, angelegt.

3) 8 Steinhaufen (insgesamt ca. 15 m3) für Eidechsen und Blindschleichen wurden aufgeschichtet.

4) 4 Greifvogelstangen samt Stützpfosten, die in schweisstreibender Arbeit in den Boden gerammt werden mussten, wurden aufgestellt (Höhe 4 m).

Zwei Mitarbeiter des Plantahofs unterstützten uns mit Traktoren. Ohne diese Hilfe wäre die Arbeit, die kaum mehr als sechs Stunden beanspruchte, nicht zu bewältigen gewesen.

Roland Ungricht vom Plantahof hat die ganze Aktion nicht nur souverän geleitet, sondern auch selber kräftig mit angepackt. Seine Erläuterungen zeugten von immensem Fachwissen und waren ebenso interessant wie motivierend, er verstand es unter anderem, begreiflich zu machen, dass zwischen ökologischem Wünschen und landwirtschaftlicher Praxis vermittelt werden muss und kann. Dass die Zusammenarbeit zwischen VSL und dem Plantahof auch von dessen Leitung geschätzt wird, zeigte sich nicht nur darin, dass die Direktionsmitglieder Peter Küchler und Carl Brandenburger sich Zeit nahmen, den „Tatort“ zu besichtigen, sondern auch im Znüni und dem feinen Mittagessen, die uns vom Plantahof spendiert wurden.

Der Vorstand des VSL bedankt sich bei der Leitung und den Mitarbeitern des Plantahofs für die erneute sehr gute Zusammenarbeit und tatkräftige Unterstützung (einschliesslich Verpflegung); ausserdem gebührt den folgenden Unternehmen ein grosses Dankeschön: Der Firma Möbel Stocker, Chur, welche die Finanzierung der Bäume übernommen hat, der Axpo Kompogas AG, Landquart und der Logbau AG, Landquart, für die unentgeltliche Lieferung des Holzmaterials bzw. der Steine, sowie dem Forstamt Landquart und Peter Kuonz, die uns die Pfähle und Latten für die Greifvogelwarten zur Verfügung gestellt haben. Und schliesslich sollen die treuen Mitglieder des VSL nicht unerwähnt bleiben, die immer wieder zur zur Stelle sind, wenn Fronarbeit angesagt ist, und deren Arbeitsfreude, Teamgeist und gute Laune das Mitmachen bei solchen Einsätzen immer zu einem nachhaltig erfreulichen Erlebnis werden lassen.

Heiner Hubbuch

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