Bergvogelexkursion in Vals am 2. Juli 2017

Auch Hausrotschwänze und Baumpieper lassen sich vom feuchten Wetter nicht abhalten hierhin und dorthin zu fliegen und ihren Nachwuchs im Auge zu behalten. Es scheint zwischen Stefi und den einheimischen Exkursionsleitern Walter Schmid und Markus Jörger zu einem Missverständnis gekommen zu sein, wer von ihnen für gutes Wetter besorgt ist. 

Die Exkursionsteilnehmer sind für alle Fälle ausgerüstet, so dass man sich bald in Bewegung setzt und auf einem gut ausgebauten Wanderweg durch blumenreiche Wiesen in Richtung Zervreilasee wandert, vorbei an Nadelbäumen und felsigem Gebiet, wo die Vordersten das Glück haben, einen Steinrötel zu entdecken, der sich dann aber wieder zurückzieht und nicht mehr gesehen wurde. Es sind alles sehr magere Wiesen, die erst nach Mitte Juli gemäht werden und so vor allem den Bodenbrütern einen sicheren Brutplaz bieten. Alle Valser Bauern haben sich verpflichtet biologisch zu wirtschaften und damit die Biodiversität zu einer besseren Lebensqualität für Menschen, Flora und Fauna zu erreichen. 

Vögel sind im Nebel nicht viele auszumachen, aber die grosse Vielfalt an besonderen Pflanzen schlägt uns in ihren Bann. Wir betreten ein Hochmoor, das viele seltene und faszinierende Blumen, Gräser, Moose und Gewächse hervorbringt und alle Betrachter begeistert. Türkenbund, Anemonen, Orchideen, fleischfressende Sonnentau und Paradieslilien sind nur einige davon. Fast könnte man vergessen, dass wir auf Vogelexkursion sind. Sobald das Wetter sich bessert und die Sonne sich zeigt, fliegen Hausrotschwänze, Berg- und Baumpieper, Bluthänflinge, Mauersegler, Heckenbraunellen und andere, 28 Arten an der Zahl,  aus ihren Verstecken und erfreuen uns mit ihrem Gesang und die Jungen, deren es etliche hat, mit ihren Lernflügen. 

Wir sind fasziniert von der steilen, felsigen Landschaft, von den Wasserfällen und den Blumen, die an kargsten Stellen und viele davon völlig unspektakulär und versteckt wachsen. 

Die Gruppe verzettelt sich sehr, weil es so viel zu entdecken gibt und viele von uns diese Blumenpracht ausgiebig betrachten oder in Bildern festhalten wollen. Auch Schmetterlinge fangen mit den Sonnenstrahlen ihren Tanz an, so dass wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Ein Teil der Vielfalt kann in der Fotogalerie unter Fotos/Exkursionen/ Bergvogelexkursion Vals angesehen werden. 

Von der Staumauer aus schauen wir einem Steinadler zu, der weit oben seine Kreise zieht und auch Felsenschwalben fliegen über uns. Erwähnenswert sind die fleischfressenden Fettkraut-Pflanzen, die an einer sehr nassen Felswand an der Südseite der Staumauer wachsen, sich kleine Insekten einverleiben und feine blaue Blüten hervorbringen. 

Im Restaurant bei der Staumauer widmen wir uns dem köstlichen Heidelbeerkuchen, bevor wir von unserm Lieblingschauffeur auf engen Bergstrassen wieder sicher und präzis ins Tal gebracht werden. 

Danke, Stefi für die typisch perfekte Organisation und Sergio für die sichere Fahrt durch alle Baustellen und Verengungen hindurch. 

Artenliste:

Rabenkrähe, Kolkrabe, Tannenhäher,  Tannenmeise, Grünfink, Buchfink, Erlenzeisig, Hänfling, Alpenbirkenzeisg, Ringdrossel, Bergpieper, Baumpieper, Steinschmätzer, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Braunkehlchen, Steinrötel, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Grünspecht, Felsenschwalbe, Mauersegler, Sperber, Turmfalke, Steinadler.

Joomla Templates - by Joomlage.com