Rhonedelta

Erst nachträglich wird mir bewusst, dass die 19 Fahrgäste mit Roman Deflorin, dem Chauffeur und seinem Rothen Car, die halbe Schweiz umrundet haben. Angefangen wurde die Fahrt in Chur beim Hotel ABC über Trimmis – Landquart – Zürich Westumfahrung – Bern – Gruyére – Wallis – Simplon – Tessin – San Bernardino – Chur – Landquart, natürlich nicht am Stück, sondern in drei Tagen mit bezaubernden, erfreulichen, angenehmen, auserlesenen und beglückenden Unterbrüchen. Und das ist nicht übertrieben. Nach einer 3stündigen Fahrt gibt es einen längeren Halt im Pro Natura-Schutzgebiet Les Grangettes bei Noville im Rhonedelta, wo wir vor lauter «nichts verpassen können/wollen» fast vergessen, unsern Hunger zu stillen.

Bild: Christoph Meier-Zwicky

Trotzdem sich das Wetter nicht an die Vorhersage hielt, trafen sich 17 wasserdicht eingepackte Interessierte bei der alten Säge ob Mastrils, wo sie von den beiden Leitern der Exkursion, Albert Nigg und Sergio Wellenzohn begrüsst wurden. Die geschichtlichen, landwirtschaftlichen und geographischen Ausführungen zogen die Anwesenden so in ihren Bann, dass man ganz automatisch den Schirm aufspannte und wieder schloss, den Reissverschluss bis zum Kinn hochzog und dann wieder öffnete und am Schluss nicht hätte sagen können, ob es jetzt die ganze Zeit oder nur wenig geregnet hatte. Albert Nigg verstand es mit spannenden Anekdoten, erstaunlichen Tatsachen und humorvollen Einlagen der Zuhörer Interesse wachzuhalten.

 

Um die 70 Interessierte finden sich an diesem Freitagabend, 7. November, im Evangelischen Kirchgemeindehaus in Landquart und tauchen in die faszinierende und berührende Welt der Witenen, der Trimmiser Allmend ein, gekonnt gefilmt von Simon Persenico und kommentiert von seinem Enkel Dea Mattia.

Zusammen mit der passenden Musik, die mit viel Feingefühl ausgewählt ist, zieht die Vorführung die Anwesenden in ihren Bann. Hingerissen schaut man auf die Leinwand und pickt dazwischen Popcorn, das selbstverständlich zum Kino gehört.

Rohrweihe Foto Stefi Linder

Rohrweihe

Wer sich je Anschauungsunterricht für das Unterscheiden von Mäuse- und Wespenbussard gewünscht hat, kam in St. Margrethenberg voll auf seine Kosten. Kurz nach Mittag drehten beide Vögel in nächster Nähe von uns scheinbar gemeinsam ihre Kreise. Die völlig verschiedenen Kopfformen fielen dabei besonders gut auf.

Jürgen Spindler

 

Des Vogelschutz Landquart bevorzugter Ort an der Rohanschanze ist am 4. Oktober 2025 das Ziel etlicher entschlossener Vogelbeobachterinnen und Ornithologen. Man reist mit Velo oder Auto an und begrüsst sich unter dem versteckten Turm an der Hecke, die von der Rohanschanze aus zu den Kabisgärten verläuft. Auf der anderen Seite der Hecke grasen Kühe das letzte verbliebene Gras und ihre Glocken klingen herbstlich-friedlich. Ihr Muhen verrät uns, dass sie auch gern aus dem Vollen schöpfen würden. Aber wir sind nicht wegen der Kühe da.