Greifvogelzug-Beobachtung St. Margrethenberg 2026

Der Rekord-Sommer 2026 wirft seinen gleißenden Sonnenschein bis in die Herbsttage. Aufgrund der vielen guten Wetterlagen können die Zugvögel ungebremst ihren Weg Richtung Süden fortsetzen. Schön für die Vögel, weniger für die Ornithologen. So treffen wir uns bei bestem Wetter auf unserer üblichen Kanzel über dem Rheintal auf dem St. Margrethenberg.
Der Tag startet verhalten. Wespenbussarde ziehen durchaus vorbei, aber nur sehr weit weg, auf der anderen Seite des Taminatals. Allerdings zeigen sich immer wieder kleinere und grössere Schwalbenschwärme, mehrheitlich Mehlschwalben, darunter auch einzelne Rauch- und Felsenschwalben.
Bei dieser Wetterlage ist es gerade gut, dass wir drei Vorträge eingeplant haben. Als Erstes erklärt uns Manuel, wie er es schafft, die weit entfernten schwarzen Punkte korrekt einer Art zuzuweisen. Danach darf der Schreibende noch etwas über die Jagdstrategien und die Zugstrategie der Vögel erzählen.
Auch wenn der Tag eher ruhig verläuft, enttäuscht unser Platz nicht, denn die Zugvögel, die den Weg über unsere Kanzel wählen, ziehen unglaublich nahe an uns Beobachtern vorbei. Besonders schön können wir das bei sechs Rotmilanen beobachten. Und ganz zum Schluss zeigt sich auch noch ein weibliches Exemplar der Rohrweihe, nur wenige Meter über Boden.
Artenliste: Steinadler, Turmfalke, Trauerschnäpper, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Felsenschwalbe, Ringeltaube, Wanderfalke, Buntspecht, Gimpel, Buchfink, Misteldrossel, Kolkrabe, Mäusebussard, Wespenbussard, Tannenhäher, Eichelhäher, Alpensegler, Zilpzalp, Kohlmeise, Tannenmeise, Rotmilan, Bachstelze, Rohrweihe
Sergio Wellenzohn